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Ursachen chronischer Wunden

Die Ursachen chronischer Wunden sind vielfältig, auch wenn Gefäßerkrankungen die mit Abstand häufigste Ursache darstellen. Je nach Veröffentlichung sind bis zu 80% aller Ulcera crurum (offene Beine) auf eine chronisch venöse Insuffizienz oder peripher arterielle Verschlusskrankheit (Störungen der venösen und/oder arteriellen Durchblutung), ggf. in Verbindung mit einer diabetischen Mikroangiopathie (Schädigung kleinster Blutgefäße durch Zuckerkrankheit), zurückzuführen.

Traumata (Verletzungen) sind das Klientel der gesetzlichen und privaten Unfallversicherer. Treffen äußere Verletzungen auf Störungen des vaskulären (Gefäß) Systems steigt das Risiko der verzögerten Wundheilung exponentiell an.

Eine weitere sehr häufige Ursache chronischer Wunden sind druckbedingte Wundheilungsstörungen (Dekubiti), z.B. im Rahmen von Bettlägrigkeit (Lagerungsulcus) oder durch Prothesen.

Andere Ursachen sind für sich genommen selten, erfordern aber eine umfassende interdisziplinäre Differentialdiagnostik und spezielle therapeutische Verfahren.

Hierzu zählen 

  • bösartige Hauttumore: Plattenepithelcarcinome, Narbencarcinome, Basalcellcarcinome, Metastasen u.a.
  • Infektionskrankheiten: Erysipel, Osteomyelitis, Ekthymata, Leishmaniasis u.a.
  • metabolische Erkrankungen (Stoffwechselstörungen): Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Calciphylaxie (krankhafte Einlagerung von Kalzium und Phosphat in die Blutgefäßwand) u.a.
  • hämatologische Erkrankungen (Erkrankungen des blutbildenden Systems): Polycythämie, Leukämie, Myelodysplastisches Syndrom u.a.
  • Vaskulitiden (Entzündung der Gefäßwand durch überschießende Reaktion des Immunsystems): Leukozytoklastische Vaskulitis, Panarteriitis nodosa sekundäre Vaskulitis bei Rheuma, Lupus erythematodes u.a.
  • Pyoderma gangraenosum
  • Ulcus hypertonicum